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Literatur

Der Krieg der Elben

von Alfred Bekker


416 Seiten, Taschenbuch
ISBN: 978-3-8025-8129-8
©EGMONT Verlagsgesellschaften mbH
www.egmont-lyx.de



Der dritte Band beginnt mit einem Paukenschlag. Von Xaror gerufene Geschöpfe aus dem Limbus, so etwas wie die Höllendimension in dieser Welt, attackieren Keandir und dessen Gefolge, als sie auf dem Weg zur Waffenschmiede Thamadors sind. Nur wenige können dem Angriff entkommen. Xaror nutzte Magolas geistige Verbindung zu Keandir, um diesen aufzuspüren und zu vernichten, denn das Reich der Elben ist das letzte Hindernis auf Xarors Weg, die Herrschaft über das Zwischenland wieder anzutreten. Während die Elben unter Keandir zurück zur Insel des Augenlosen Sehers fahren, um kostbare Rohstoffe für die Herstellung von Thamadors Feuerwaffen zu holen, rüstet Xaror mit Magolas zum Krieg gegen das Elbenreich.
Andir derweil erkennt sich selbst und versucht daraufhin, Magolas Kindern zu retten, Zwillinge mit extremer magischer Begabung, die Xaror geweiht sind. Damit nimmt jedoch die dunkle Prophezeiung über Larana Gestalt an…
Als Xaror genug magische Macht erreicht hat, entlässt er seine Vasallen aus dem Limbus und startet den Großangriff auf das Reich der Elben. Während Keandir und seine Getreuen dem Sturm des Feindes zu widerstehen versuchen, macht Andir sich auf zum letzten Kampf gegen Xaror selbst.

Mit dem Angriff der Limbus-Geschöpfe auf Keandir startet der dritte Band der Elbentrilogie mit einem Paukenschlag. Die Stimmung in diesem Band ist düster, manchmal fast klaustrophobisch, wenn die Macht Xarors und seiner Vasallen beschrieben wird. Dass die Elben einen gefährlichen Ausflug zur Insel des Augenlosen Sehers machen müssen, um wenigstens eine Chance zum Überleben zu haben, während Xaror in aller Ruhe Kraft sammelt, verstärkt das Gefühl des Untergangs nur noch.

Auch wenn jetzt im letzten Band klar ist, wohin die Story laufen wird, bleiben überraschende Wendungen erhalten, so dass die Spannung nicht nachlässt. Die Weiterentwicklung der Beziehungen von Andir, Magolas und Keandir ist vielschichtig und intelligent aufgebaut. Auch die Verführung des Hauptmanns der Garde, der im ersten Angriff erblindet, ist sehr gelungen aufgebaut. Wobei es fraglich ist, ob er wirklich seinen Teil der Abmachung einhalten würde – als echter und treuer Elb. An dieser Stelle bricht die Darstellung seines Charakters, finde ich, zusammen.

Faszinierend finde ich die Beschreibung des Zusammenbruchs einiger magischer Bauten, die aufgrund der magischen Schwäche der Elben nicht mehr gepflegt wurden. Dass dies das Kriegsglück mit beeinflusst ist nicht nur ein Nebenaspekt. Dass der Autor es schafft, über drei Bücher viele kleine Details zu verknüpfen, ist wahrlich gutes Geschichtenerzählen und bringt viel Vergnügen.

Im letzten Band darf Xaror auch seine gesamte Bosheit und Perfidität ausleben. Einen derart fiesen Charakter so zu erschaffen, dass er stimmig ist – und das ist hier durchaus der Fall – ist auch eine große Leistung. Auch das Ende der Trilogie ist stimmig und geht nicht in Friede, Freude, Eierkuchen unter.

Der letzte Teil der Trilogie ist ein gelungener und würdiger Abschluss einer gelungenen Geschichte. Die Elbentrilogie ist tatsächlich ein Muss für jeden Fantasy-Fan.

 

Stephen Koszudowski - Juli 2010

 

Die Elben-Trilogie - Einleitung

Band 1 - Das Reich der Elben
Band 2 - Die Könige der Elben
Band 3 - Der Krieg der Elben

 

 

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