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CD-Review

NOCTE OBDUCTA  "Nektar Teil 2:
Seen, Flüsse, Tagebücher" (2005)


Art-Black-Metal


So! Jetzt reicht's! Das hält ja kein Mensch aus! Die Platte macht genau da weiter, wo ich mit meinem Review von Teil 1 aufgehört habe.

Und da ich keine Lust habe, mir jetzt schon wieder verbal einen abzubrechen, versuche ich notgedrungen, mich auf das wirklich Nötigste zu beschränken.

Doch was ist das Nötigste in diesem Fall...? Ehrfurcht zum Beispiel. Angesichts dieses kaum zu fassenden Himalaya-Soundgebirges bleibt mir gar nix anderes übrig, als nunmehr endgültig zu kapitulieren. Was übrig bleibt ist Ehrfurcht. Ehrfurcht vor einem Werk, das jeden "Art"-Genossen der schwarzen Zunft wie einen Kasper im Regen stehen lässt. Dieser schöpferische Breitbild-Black ist weder in Bilder noch in Worte zu fassen.

Filigrane Melancholie ("Und Pan spielt die Flöte") bis monumentale Brutalität ("Es fließe Blut") gehen völlig nahtlos ineinander über, und wir finden uns jenseits aller Fassungslosigkeit in Gefilden, die wir noch nicht gesehen haben.

Ich hab' hier so eine Mini-Anlage auf'm Schreibtisch stehen, und ich wundere mich über die ungewöhnliche Intensität, die da aus den (lächerlichen) Boxen quillt. Ich traue trotzdem meinen Ohren nicht. Und erst recht traue ich mich nicht, DAS mit der großen Anlage zu hören. Echt jetzt...!

Eine der besten Fortsetzungen dieser verdammten Welt!

Fazit: Unglaublich, ungeheuerlich, unendlich...

 

Thomas Lawall - Oktober 2005

 

 

Tracklist:

1. Anis
   (Desîhras Tagebuch - Kapitel I)
2. Und Pan spielt die Flöte
   (Desîhras Tagebuch - Kapitel II)
3. Im siebten Mond
   (Desîhras Tagebuch - Kapitel III)
4. Es fließe Blut
5. Nektar
6. Atme

Line-Up:

Marcel: Gitarren, Vox
Matthias R.: Drums
Torsten, der Unhold: Vox
Steffen:Emanon: Keys, Vox
Thomas: Gitarren
Martin: Bass

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