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CD-Review

INFINITY'S CALL  "Light in the dark" (2004)

Melodic-Hardrock


Immer mal wieder versuche ich mich mit der Melodic-Mucke zu versöhnen, die ja bekanntermaßen nicht so meine Schuhgröße ist. Mit "Light in the dark" scheint das Kunststück aber mühelos zu gelingen, denn INFINITY'S CALL verstehen es, sich sehr geschickt um die in diesem Genre so überaus beliebten Fettnäpfe und Peinlichkeiten herumzumanövrieren! Somit darf behauptet werden, dass es sich hier um kitschfreien Melodic handelt.

Die knackige Produktion, keinesfalls üblich für eine Eigenproduktion, tut ein Übriges. Zudem sind die Gründerväter  Philipp Zanella (ARRAKIS, TYRANT) und Ebby Paduch (DTF, STONEFIELD) wahrlich keine Unbekannten...

Nach dem mystischen Keyboard-Intro werden wir ohne Umwege ins "Land der Träume" befördert. Auf eingängigen, aber nicht ausgetretenen Pfaden gelangen wir in ferne Königreiche und Regenbogenwelten. Eindrucksvolle Melodien singen Loblieder auf die Phantasie, machen Mut und fluten Licht in dunkles Kellergewölbe! INFINITY'S CALL wissen zu verzaubern, aber sie benebeln uns nicht! Sie bleiben auf dem Teppich und verlieren sich weder in bombastische Übertreibungen noch in progressive Mehrdeutigkeiten. Man musiziert nicht zwischen den Zeilen, sondern kommt stets auf den Punkt!

"Light in the dark" ist deshalb eine grundsolide Angelegenheit und zwar von vorne bis hinten - sind es nun großartige Hymnen wie in "Hear The Call" und "Land of Dreams", Abräumer wie "Dance With The Fire" und "Open The Window", bezaubernde Balladen wie "Lights In The Rainbow" und "Fantasy" oder kontrollierte Bombastiker wie "Magic Kongdom" und "Slave Of Pain". Höhepunkt der Platte ist Track 12 "Praying Hands". Dieser mystische Orient-Express kracht auf die Matte, geht ins Ohr und will nie wieder hinaus! Etwas ratlos lässt uns der letzte Track zurück. Das märchenhafte Instrumental stimmt traurig und will nicht so recht ins Gesamtbild passen - was nun keinerlei Wertung bedeutet...!

Den Vorhang zu, und alle Fragen offen? Nein, denn es gibt Licht am Ende des Tunnels! Der nächste Longplayer ist im Anmarsch! Ein Grund mehr, sich auf dunkle Novembertage zu freuen! Eine neue Besetzung gibt's auch noch (s.u.) und das Album soll, wie im Interview zu lesen ist, "definitiv noch besser" sein. Also noch mehr Gründe, sich auf den Winter zu freuen...

Fazit: Große Stimme, virtuose Gitarre - wahrlich ein Licht in der Dunkelheit!

 

Bewertung 10/12

Thomas Lawall - Juli 2006

 

 

Tracklist:  

01. The Gate
02. Land Of Dreams
03. Magic Kingdom
04. Light In The Dark
05. Slave Of Pain
06. Dance With The Fire
07. Lights In The Rainbow
08. Too Much Time
09. Hear The Call
10. Fantasy
11. Open The Window
12. Praying Hands
13. Dedication

Line-Up:

Ebby Paduch: Vocals
Philipp Zanella: Guitars
Peter Schmid: Keyboards
Patrick Treutle: Bass
Dieter Behle: Drums


Aktuelles Line-up:

Ebby Paduch: Vocals
Philipp Zanella: Guitars
Armin Wipperfürth: Guitars
Uwe Hofmaier: Bass
Peter Langer: Drums

Bandpage

Interview

 

 

 

 

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