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Garten

Kokosnuss-Vogelhäuschen
 

Mitten im tiefen Winter scheint uns der Garten manchmal wenig Abwechslung zu bieten. Alle Arbeiten sind im Spätherbst getan, Weihnachten mit seinen Möglichkeiten der Dekoration und Beleuchtung ist vorüber, Eis und Schnee regieren die Welt und bis zum Frühling mit seinen vielen herrlichen Möglichkeiten ist es noch lange hin... Was sollen wenig ausgelastete Gartenfreunde also nun tun?
Wenn es wirklich richtig kalt draußen ist, lohnt es sich, Vögelchen anzulocken, die man prima beobachten kann - so kommt auch mal wieder etwas Leben in den Garten!

Also basteln wir uns ein Vogelhäuschen (oder mehrere, denn vielleicht braucht ja jemand noch ein originelles Geschenk?), und dafür bieten sich Kokosnüsse ganz hervorragend an. Sie sind gerade günstig zu haben und überdauern mehrere Winter, man muss sich die Arbeit also nicht jedesmal neu machen.

Wie funktioniert das ganze nun also?

Auf der Einkaufsliste stehen Kokosnüsse, Pflanzenfett zum Frittieren und eine Mischung verschiedener Saaten wie Weizen, Hafer(-flocken), Sonnenblumenkerne, Hanf, Erdnüsse und so weiter. (Will man sogenannte "Weichfresser" wie Rotkehlchen, Amseln oder Grünfinken anlocken, so kauft man statt der Saaten eine spezielle Futtermischung im Beutel - aber Obacht: Ekelfaktor!! Diese Mischung besteht aus toten Insekten wie Mehlwürmern, Kakerlaken etc.!) Nun legen wir uns noch Säge, Bohrmaschine, kleine Stöckchen und festes Band zum Aufhängen zurecht. Vielleicht auch noch ein paar Pflaster (nur zur Sicherheit).
 

Jetzt geht es los: Kokosnuss aufbohren, am besten an einem der drei "Augen", die die Nuss oben hat, denn da bohrt es sich besonders leicht.

Ein weiteres Bohrloch wird seitlich im oberen Drittel der Nuss gesetzt. Nun kann man die Kokosmilch vorsichtig auffangen (später kann sie für Leckereien
verwendet werden).

 

 

Nun wird die Nuss aufgesägt, und zwar so, dass etwa ein Viertel der Schale entfernt wird.

Diese Arbeit strengt etwas an, und bitte nicht mit der Säge abrutschen. Am besten hält jemand die Nuss gut fest.

 

 

Jetzt wird das gesamte Kokosfleisch entfernt, diese Arbeit sowie das Versäubern der Kokosstücke übernimmt am besten jemand, der gelegentlich unter Selbstüberschätzung und Größenwahn leidet, diese Übung wird ihn auf den Boden der Tatsachen zurückholen.

Die leeren Nüsse etwas säubern - nanu, manche Nuss kommt einem doch bekannt vor?

 

 

Dann wird die Nuss zum Befüllen vorbereitet - ein weiteres Bohrloch für ein kleines Stöckchen, das als Sitz- und Anflugstange dient, wird unterhalb der Öffnung gesetzt, durch die obere Bohrung ziehen wir die Kordel zum Aufhängen. Jetzt sieht das Ganze so aus:

 

 

Für die Knabber-Mischung wird nun das Pflanzenfett in einem Topf geschmolzen
und dann wieder etwas abgekühlt.

 

 

Alle Saaten einrühren (Erdnüsse sollte man etwas klein hacken) und die Masse soweit erkalten lassen, dass sie zähflüssig wird.

Nun kann man alles in die Kokosnuss füllen und zum vollständigen Erkalten aufhängen.

 

 

Das war's schon!

 

 

Wenn man einen schönen, katzensicheren Platz im Garten gefunden hat, hängt man das Häuschen dort auf. Und im Frühling, wenn es leergefressen ist, wird man sehen, ob vielleicht eine Vogelfamilie darin wohnen will ...

Für Amseln kann man übrigens auch noch schrumpelige Äpfel auf Draht fädeln und dazuhängen, unten kommt eine Sitzstange dran (einfach einen Ast anbohren und Draht durchziehen, Äpfel drauffädeln), das sieht besonders hübsch aus.

 

 

Und was machen wir jetzt mit der Kokosmilch und dem Batzen Kokosfleisch?

Die Auflösung gibt's in der Küchensparte
(siehe "Kokos-Köstlichkeiten").

 

 

 

Anja-Maria, Januar 2009

 

 

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