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Die Villa Horror-Roman
von Markus Heitz
330 Seiten © 2026 Knaur Verlag www.droemer-knaur.de ISBN 978-3-426-56833-0
Oh wie schön, ein Personenverzeichnis! Dies ist aber das einzig "Schöne" an diesem Buch, was sich allerdings auch so gehört für einen "Horror-Roman".
Dieser lässt aber erst einmal auf sich warten, da der Gruselfaktor sich, zumindest im ersten Drittel der Geschichte, in vornehmer Zurückhaltung übt. Ob sich das wohl ändert?
Selbstverständlich beginnen die Ereignisse recht harmlos und unverbindlich, ja fast ein wenig farblos und allzu einfach strukturiert. Dies wirkt sich auch auf die weiteren Ereignisse aus, wobei selbst die "schlimmsten" in einer seltsam zurückhaltenden, ja fast statisch wirkenden Sprache verfasst sind.
Doreen Markert und ihre Tochter Marina beziehen eine alte Villa, die ein gewisses Potential an notwendigen Renovierungsarbeiten besitzt. Der Ausgleich mag sein, von dem altehrwürdigen Gebäude bereits als Kind geträumt und dieses auch noch zu einem unfassbar günstigen Preis erworben zu haben.
Alles scheint in Ordnung zu sein, jedoch müssen nun schleunigst Komplikationen auf die Bühne gebracht werden, damit die Geschichte an Fahrt gewinnt.
Das übernimmt zunächst ein gewisser Rico Weißbach, der massive Ansprüche auf Teile der Villa anmeldet, die er im Rahmen einer Erbsache als legitim sieht. Als weiterer Interessent stellt sich der Anwalt eines "finanzstarken Konzerns" vor, der sein Interesse an dem Objekt mit einer beträchtlichen Summe unterstreicht.
Konflikte sind also vorprogrammiert, und auch privat stehen die Zeichen auf Sturm. Die fast 16jährige Marina baut enormen Widerstand, im Rahmen pubertärer Morgendämmerung, auf, welche ihrer Mutter nun auch in dieser Richtung alles abverlangt.
Das alles lässt nichts Gutes ahnen, aber ein "Horror" ist das noch lange nicht. Der schleicht sich eher, fast unauffällig, heran, wobei Genrefans das eine oder andere Element durchaus bekannt vorkommen dürfte.
Währenddessen braut sich an einem anderen Schauplatz etwas ziemlich Unheilvolles zusammen, wobei sich der Bezug zur Villa erst einmal hinter einigen Fragezeichen versteckt.
Gut so, denn so wird der Spannungsbogen weiter ausgebaut und, um die eingangs in dieser kleinen Besprechung gestellte Frage zu beantworten: Ja, das ändert sich und zwar gewaltig!
Auch und besonders, wenn sich schließlich herausstellt, was es mit jener verhüllten Standuhr auf sich hat...
Tick-Tack. Tick-Tack.
Alles in allem ist "Die Villa" ein nicht allzu schwer verdaulicher Horror-Roman, der das Genre immerhin mit ein paar neuen Ansätzen bereichert. Ein spektakuläres Finale wird, ebenso wie ein vielsagender Knalleffekt am Ende, nicht vergessen.
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