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Literatur

111 Orte für Kinder in Wien,
die man gesehen haben muss


von Bernadette Németh


240 Seiten
© Emons Verlag GmbH
www.emons-verlag.de
ISBN 978-3-7408-0558-6



Liebe Kinder! Wie ihr alle wisst, können Ausflüge mit den Eltern furchtbar langweilig sein. Schlimmer geht es kaum noch. Fast jedenfalls, denn in den großen Ferien kann es noch viel anstrengender werden. Immer diese doofen Spaziergänge oder Museumsbesuche. Als ob zu Hause nicht genug Bilder herumhängen würden. Wer soll das aushalten!?

Es gibt aber einen Verlag, der euer Problem erkannt hat. Die haben dort schon elf Reiseführer herausgebracht, extra für Kinder. 111 Ziele gibt es dort jeweils für euch. Alle in großen Städten. Ein besonders schönes Buch hat die Autorin Bernadette Németh geschrieben. Weil sie selbst Mama und auch noch eine berühmte Ärztin ist, weiß sie natürlich ganz genau, was Kinder so möchten und was ihnen gefällt oder nicht.

Wenn eure Eltern also einmal nach Wien fahren sollten, dann schenkt ihnen ganz schnell das Buch zum Geburtstag oder so. Ihr glaubt gar nicht, was da alles los ist. Wahrscheinlich wollt ihr gar nicht mehr nach Hause fahren, so aufregend ist das dort. Und weil die nette Frau, die das Buch geschrieben hat, auch Kinderbücher schreibt, kann sie das alles ganz toll erklären. Das verstehen sogar Erwachsene!

Wenn man etwas über ein Buch schreibt, soll man nicht so viel verraten. "Spoilern" nennt man das, und die Leute schimpfen dann ganz arg. Das ist aber ein Unsinn, denn ein bisschen etwas möchte man doch erfahren. Warum, weshalb und wieso? Außerdem ist die liebe Bernadette kreuz und quer, vorwärts und rückwärts durch Wien gelaufen, um extra für Kinder alle tolle Sachen auszuspionieren.

Eine Bonsai-Ausstellung gehört dazu, winzige Bäume, die aber schon fast 200 Jahre alt sind. So etwas habt ihr noch nicht gesehen. Es gibt aber noch viel tollere Sachen zu entdecken. Zum Beispiel einen "Zauberteppich", die älteste Kunsteisbahn der Welt, die älteste Holzrutsche, riesige und winzige Spielplätze, tolle Würstelstände oder Zuckerlgeschäfte.

Nun fragt ihr euch bestimmt, wie man das alles finden soll. Kein Problem, denn die Frau Németh hat auch daran gedacht, Adressen und Öffnungszeiten herauszufinden und wie man mit Bus oder Straßenbahn hinfährt. Natürlich ist es gar nicht so einfach, die Eltern zu überzeugen, da überall hinzufahren. Weil sie so schwer von Begriff sind.

Es gibt aber einen Trick. Ihr müsst einfach sagen, dass man bei den Ausflügen ganz ganz viel lernen kann. Darauf fahren Eltern voll ab. Geschichte, Kultur und all so was. Da gibt es zum Beispiel das familienfreundliche Gebiet rund um den ehemaligen Wiener Flughafen, wo einst Napoleon zum ersten Mal besiegt worden ist. Oder das Naturhistorische Museum, welches entstanden ist, weil Kaiser Franz I. so gerne Sachen gesammelt hat. Der Dinosaal ist echt gruselig.

Und wenn das alles nichts bringt, erzählt ihnen einfach, dass es in Wien ein echtes Jugendstil- und sogar ein Sisi-Klo gibt. Das wollen die bestimmt sehen. Zum Ausgleich könnt ihr dann verlangen, dass sie mit euch zum Wackeldrachen in den Wertheimsteinpark, dann auf den Waldspielplatz und danach auf den Wasserspielplatz und gleich noch auf den Westernspielplatz fahren.

Und mit den langweiligen Abenden ist jetzt auch Schluss, denn wozu gibt es einen Brettspielverleih mit über 7000 Spielen? Hopp hopp, auf geht's nach Wien. Und noch ein Tipp: Lasst eure Eltern mal ausnahmsweise nachts in Ruhe schlafen. Dann sind sie morgens topfit und können euch den ganzen Tag herumfahren, gell? Viel Erfolg und schöne Ferien!

 

Thomas Lawall - Juni 2019

 

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