Gedichte




Die Sterne am Himmel

(Veronique Beiß / 23.08.00)


Die Sterne hatten wir erreichen wollen.
Sie schienen so nah.
Die Sterne,
Die am Ast des Baumes
Bei Nachbars im Garten
Zu hängen schienen.
Klar waren sie dort nicht wirklich,
Aber es schien uns so.
Wir hätten Wolken zum Hochklettern haben müssen.
Sie waren nicht da.
Versucht haben wir es.
Die Sterne blieben doch oben.
Der Boden schien sich zu senken.
Mit Leitern konnte es nicht klappen.
Aus Liebe hätten sie sein müssen.
Denn die wären stark genug gewesen,
Um uns sogar weiter
Als bis zu den Sternen zu tragen.
Die Sterne hätten wir gebrauchen können.
Im Mond hätten wir geschlafen,
Der Sonne wäre wir gefolgt.
Niemand hatte es uns befohlen.
Aber auf halbem Wege
War die Leiter zu ende.
Wir mussten beide umkehren,
Sonst wären wir gefallen.
Tief gefallen.
Die Sterne sind jetzt,
Im Moment,
Unerreichbar.
Aber es gibt vielleicht,
Irgendwann,
Die Möglichkeit,
Die Leiter zu verlängern.
Den Weg noch einmal anzutreten,
Um die Sterne zu erreichen


(Für Stefan)
 




 

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